So vermeiden Sie Fehlwürfe in der Biotonne

Wer seine Mülltrennung Bio regelmäßig „füttert“, möchte alles richtig machen – trotzdem landen oft Dinge darin, die besser woanders aufgehoben wären. Schnell ist mal ein Teelicht mitsamt Alu-Hülle im Kaffeesatz verschwunden oder eine Plastiktüte schlängelt sich mit Salatblättern dazu. Damit das nicht passiert, gibt’s hier ein paar praktische Tipps, um Fehlwürfe garantiert zu verringern.

Der einfachste Weg, den Überblick zu behalten: Augen auf beim Wegwerfen! Wer konsequent fragt, „Würde das auch auf meinem Kompost im Garten funktionieren?“, ist schon auf einer guten Spur. Gabeln, Glas und Dosen fallen dabei sowieso durchs Sieb. Sie haben in der Biotonne absolut nichts zu suchen. Übrigens: Auch wenn’s paradox klingt, „Bio-Plastik“-Beutel gehören meist nicht hinein. Sie zerfallen oft zu langsam und bereiten den Anlagen Kopfzerbrechen. Lieber Zeitungspapier oder spezielle Papiertüten verwenden.

Ein weiterer Tipp gegen unliebsame Überraschungen: Biotonnen regelmäßig kontrollieren, vor allem in Haushalten mit mehreren Personen. Am besten einen kleinen Info-Zettel anbringen, mit einer handfesten Liste: Was darf rein, was nicht? So sind Missverständnisse Schnee von gestern. Kinder können übrigens schnell für Sortierspaß begeistert werden – spielerische Mülltrennung klappt oft besser als jede Vorschrift.

Gerüche und Maden lassen sich übrigens vermeiden, wenn keine Flüssigkeiten oder fetthaltigen Speisereste entsorgt werden. Küchenkrepp oder ein Stück Zeitung helfen dabei, Feuchtigkeit aufzusaugen. Auch Reste von gekochten Speisen am besten in Maßen, sonst fühlen sich ungebetene Gäste wie Fliegen oder Ratten pudelwohl.

Wer sich dennoch unsicher ist, sollte regionale Infos einholen. Jede Gemeinde hat eigene Regeln und Listen, was geht und was komplett „aus dem Rahmen fällt“. Gerade bei neuen Lebensmitteln oder Verpackungen lohnt ein schneller Blick ins Info-Blatt – oder direkt beim Recyclinghof nachfragen. Da freut sich oft auch das Personal über echtes Interesse an sauberem Müll.

Kleine Erinnerungszettel am Mülleimer, das offene Gespräch in der WG-Küche oder die witzige Challenge: „Wer sortiert am besten in dieser Woche?“ – alles ist erlaubt. Denn am Ende zählt, dass die Biotonne sauber bleibt und möglichst wenig falsch landet. Aus Fehlern wird gelernt, bei Mülltrennung sowieso. Wer’s anpackt, hilft nicht nur der Kompostieranlage, sondern schützt die Umwelt gleich mit. Ein Hoch auf den richtigen Wurf!